
Gemüse-Offensive 5 - Babyspinat: nicht nur für den kleinen Popeye
Gemüse-offensive 5 - babyspinat - nicht nur für den kleinen popeye
Zart, vielseitig und nährstoffreich – was du über Spinat, Eisen und Zubereitung wissen solltest 🌱.
Babyspinat bringt mit seinem hübschen Grün schnell Farbe auf deinen Teller: kleine, zarte Blättchen, mild im Geschmack und schnell zubereitet. Genau diese Eigenschaften machen ihn zu einem besonders praktischen Gemüse.
Was ist der Unterschied zum „normalen“ Spinat?
Babyspinat ist einfach sehr jung geernteter Spinat. Die Blätter sind noch klein und weich, deshalb können sie meistens vollständig gegessen werden – inklusive Stängel und Blattrippen.
Durch diese Zartheit passt Babyspinat sowohl roh in den Salat als auch kurz gegart in warme Gerichte. Da die Blätter nur wenige Minuten Hitze brauchen, ist er außerdem ein ideales Gemüse für die schnelle Küche.
Mild, zart und vielseitig in der Küche 🍽️
Geschmacklich ist Babyspinat deutlich milder als älterer Spinat. Er hat eine leichte Bitternote, schmeckt gleichzeitig aber feiner und fast süßlich.
In der Küche lässt er sich vielseitig einsetzen:
als frische Basis für Salate oder Bowls
kurz gedünstet in Pfannengerichten oder Pasta
in Aufläufen, Quiches oder Füllungen
Besonders gut versteht sich Babyspinat mit Olivenöl, Zitrone, Nüssen, Käse oder Kräutern. Durch seinen milden Geschmack passt er zu vielen Gerichten, drängt sich aber nicht recht vor.
Frische und Lagerung
Babyspinat ist ein kleines Sensibelchen und sollte möglichst frisch verarbeitet werden.
Am besten bewahrst du ihn im Gemüsefach des Kühlschranks auf, idealerweise locker in ein feuchtes Küchentuch gewickelt. So bleiben die Blätter einige Tage frisch.
Wenn du größere Mengen hast, kannst du den Spinat auch kurz blanchieren und einfrieren.
Spinat und Eisen – ein hartnäckiger Mythos
Kaum ein Gemüse ist so eng mit einem Nährstoff verbunden wie Spinat mit Eisen. Schon Popeye war überzeugt, dass Spinat eine außergewöhnlich gute Eisenquelle ist.
Der Hintergrund dieser Vorstellung liegt in einer alten Messung aus dem 19. Jahrhundert. Damals wurde der Eisengehalt von getrocknetem Spinat bestimmt und später fälschlicherweise auf frischen Spinat übertragen. Da frischer Spinat zu etwa 90 % aus Wasser besteht, ist der tatsächliche Eisenwert deutlich niedriger.
Mit etwa 3 mg Eisen pro 100 g enthält Spinat also nicht ganz soooo viel Eisen, wie oft angenommen wird. Zum Vergleich: In Weizenkleie oder Sesam steckt deutlich mehr.
Spinat enthält nicht nur Eisen
Die Sache mit dem Eisen ist allerdings etwas komplexer: Spinat enthält gleichzeitig auch Oxalsäure. Diese kann Mineralstoffe wie Eisen binden und dadurch deren Aufnahme im Körper erschweren.
Gleichzeitig enthält Spinat aber auch Vitamin C, das die Eisenaufnahme wieder verbessern kann.
Zusätzlich hilft die Kombination mit vitamin-C-reichen Lebensmitteln, zum Beispiel:
Petersilie
Paprika
Brokkoli
Zitrusfrüchte
Was sonst noch im Babyspinat steckt
Neben den bereits erwähnten Inhaltsstoffen liefert Spinat eine ganze Reihe weiterer Nährstoffe. Dazu gehören unter anderem:
Folsäure
Vitamin C
Vitamin K
Magnesium und Kalium
Beta-Carotin (eine Vorstufe von Vitamin A)
Besonders interessant ist auch der Pflanzenstoff Lutein, der gemeinsam mit Beta-Carotin eine Rolle für die Gesundheit der Augen spielen kann.
Mit nur etwa 19 Kilokalorien pro 100 g gehört Spinat außerdem zu den sehr kalorienarmen Gemüsesorten.
Spinat aufwärmen – geht das?
Oft hört man, dass man Spinat nicht aufwärmen sollte. Das stimmt so nicht ganz.
Das eigentliche Problem ist nicht das Aufwärmen, sondern die Lagerung zwischen dem ersten und zweiten Erhitzen.
Wird gekochter Spinat bei Zimmertemperatur stehen gelassen, können sich Bakterien vermehren und Nitrat in Nitrit umgewandelt werden. Hier daher eine kleine Anleitung 📝:
Spinat nach dem Kochen rasch abkühlen lassen
im Kühlschrank aufbewahren
innerhalb von ein bis zwei Tagen verbrauchen
vor dem Verzehr noch einmal gut durcherhitzen
Für Kinder unter drei Jahren Spinat lieber grundsätzlich frisch zubereiten.
Rezeptideen 👨🍳👩🍳:
Wenn du Lust hast, solche Gemüsen einmal in den Mittelpunkt zu stellen, findest du hier Infos zu meinen Entlastungstagen.
