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Gemüse-Offensive 2 - Chinakohl: so viel mehr als Salat

March 03, 20264 min read

Gemüse-offensive # 2 : chinakohl - so viel mehr als salat

Chinakohl – Mild, Bekömmlich Und Erstaunlich Vielseitig

Chinakohl – so viel mehr als Salat 🥬

Chinakohl ist so ein Gemüse, das auf dem Teller selten im Scheinwerferlicht steht. Aber genau dorthin möchte ich ihn heute rücken. Denn er hat viele gute Eigenschaften: Er ist mild im Geschmack, leicht verdaulich, schnell zubereitet – und erstaunlich vielseitig. Kein Wunder also, dass er in vielen Küchen regelmäßig zum Einsatz kommen sollte.

Woher Chinakohl kommt – und warum er auch bei uns heimisch ist

Sein Name lässt es schon erahnen: Ursprünglich stammt Chinakohl aus China. Botanisch heißt er Brassica rapa ssp. pekinensis und entstand aus einer Kreuzung von Speiserübe und dem asiatischen Senfkohl Pak Choi. Wie alle Kohlarten gehört er zu den Kreuzblütlern – und ist damit verwandt mit Brokkoli, Kraut oder Karfiol.

Erfreulich ist, dass Chinakohl längst nicht mehr aus Asien angekarrt werden muss. Ein großer Teil des in Österreich erhältlichen Chinakohls wird hierzulande angebaut, vor allem in der Steiermark. Damit ist er ein regional verfügbares Gemüse, das das ganze Jahr über auf dem Speiseplan stehen darf.

Mild im Geschmack, stark in den Inhaltsstoffen

Chinakohl schmeckt deutlich zarter als viele andere Kohlarten. Die großen, hellen Blätter sind kaum kohltypisch, sondern frisch und mild – selbst Menschen, die Kohl sonst meiden, kommen mit Chinakohl oft gut zurecht.

Er liefert eine ganze Reihe an Vitaminen und Mineralstoffen:

  • Vitamin C und E, Vitamine der B‑Gruppe (inklusive Folsäure) sowie Vitamin K

  • Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen

  • dazu kommen sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die vor allem in den äußeren Blättern sitzen

Auch als Eiweißquelle ist Chinakohl interessant. Zwar liefert er keine großen Mengen, bringt aber im Vergleich zu vielen anderen Gemüsesorten ein beachtliches Blatt‑Eiweiß mit und kann so – gerade in vegetarischen Gerichten – einen kleinen Beitrag zur Eiweißversorgung leisten.

Gut für Verdauung, Darm und Immunsystem 🤧

Ein großer Vorteil von Chinakohl ist seine gute Bekömmlichkeit. Er enthält Ballaststoffe, die die Verdauung sanft unterstützen, ohne dabei zu belasten. Im Gegensatz zu vielen anderen Kohlarten verursacht er kaum Blähungen und wird auch von empfindlichen Menschen meist gut vertragen.

Die im Chinakohl enthaltenen Senföle und sekundären Pflanzenstoffe können das Immunsystem unterstützen und tragen zu einer gesunden Darmfunktion bei. Besonders spannend ist auch sein Einsatz in fermentierter Form – etwa als Kimchi. Durch den Fermentationsprozess entstehen Milchsäurebakterien, die eine vielfältige Darmflora fördern können.

Chinakohl roh oder gegart – beides möglich

Chinakohl ist einer der wenigen Kohlköpfe, die sowohl roh als auch gegart gut funktionieren. Fein geschnitten eignet er sich hervorragend für Salate, wo er Frische und Biss bringt. Gleichzeitig wird er beim Kochen, Dünsten oder Braten rasch weich und braucht deutlich weniger Garzeit als andere Kohlarten.

Für empfindliche Verdauung ist gegarter Chinakohl oft die bessere Wahl. Schon kurzes Dünsten reicht aus, um ihn bekömmlich zu machen. Wer ihn roh genießen möchte, kann ihn – ähnlich wie Kraut – leicht salzen und kurz durchkneten, damit er weicher und verträglicher wird.

Chinakohl passt in Pfannengerichte, Suppen, Eintöpfe, Aufläufe und Frühlingsrollen. Du kannst ihn in jeder Gemüsesuppe mitkochen – er wird schneller weich als andere Kohlarten und fügt sich unaufdringlich ein.

Chinakohl aus Sicht der TCM

In der Ernährung nach TCM gilt Chinakohl als kühlend bis neutral. Er stärkt vor allem Magen, Darm und Lunge, reguliert den Stuhlgang sanft und kann bei Hitzezeichen wohltuend wirken. In der kalten Jahreszeit wird er daher gerne leicht gegart empfohlen, im Sommer darf er auch roh auf den Teller.

Einkauf, Verarbeitung und Lagerung von Chinakohl 🛒

Frischer Chinakohl hat knackige, pralle Blätter und eine helle, frische Farbe. Welke Stellen oder ein unangenehmer Geruch sind Zeichen dafür, dass er nicht mehr ganz so frisch ist.

Im Kühlschrank hält sich Chinakohl ungewaschen und gut verpackt mindestens eine Woche, oft auch länger. Alternativ kann er kühl und dunkel im Keller gelagert oder portionsweise eingefroren werden. Dafür kannst du ihn in Streifen schneiden, blanchieren, braten oder auch roh einfrieren.

Vor der Zubereitung werden äußere Blätter entfernt, der Kohl gründlich gewaschen und der untere Strunk abgeschnitten. Die Blattrippen kannst du mitessen. Danach lässt er sich je nach Gericht in Streifen, Stücke oder ganze Blätter schneiden.

Warum Chinakohl öfter auf den Teller darf 🍽️

Chinakohl ist einfach zu verarbeiten, regional und vielseitig einsetzbar. Er passt gut in eine leichte Alltagsküche, unterstützt Verdauung und Wohlbefinden und zeigt, dass Kohl nicht immer schwer oder blähend sein muss.

Mit seiner hübschen Farbe ist er außerdem auch etwas fürs Auge.

Wie verwendest du Chinakohl am liebsten – roh im Salat oder warm in der Pfanne?

Rezeptideen 👩‍🍳👨‍🍳:

Wenn du Lust hast, solche alltagstauglichen Lebensmittel einmal bewusst in den Mittelpunkt zu stellen, findest du hier Infos zu meinen Entlastungstagen im März.

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